Infrastruktur
Damit wir als Gemeinde Christi auch Gemeinschaft gestalten können, stehen uns verschiedene Räumlichkeiten innerhalb der Kirchgemeinde zur Verfügung.
In unserem Pfarrkreis bieten zwei Kirchen und ein Mehrzweckgebäude Raum für die verschiedenen Anlässe.
Kirche Bönigen
Die Kirche in Bönigen steht ein wenig erhöht über dem Dorf. Von hier aus geht der Blick übers „Bödeli“ und den Thunersee und schweift entlang der Berghänge über den Horizont hinaus in die Weite von Gottes wunderbarer Schöpfung.
Im Innern der Kirche begrüsst sie ein heller Saal und lädt als kleine Oase im Strudel des Zeitgeschehens zur Ruhe, zur Besinnung und zum Gebet ein.
Geschichte
Die älteste Kirche der Gesamtkirchgemeinde Gsteig-Interlaken steht in Wilderswil – die Kirche Gsteig.
Ihre Mauern gehen auf das 12. Jahrhundert zurück. Lange war sie unsere einzige Kirche und Zentrum einer der grössten Kirchgemeinden im Kanton Bern seit der Reformationszeit.
Im Zuge des Wachstums der Bevölkerung wurde im Jahre 1911 auf dem Boden des ehemaligen Augustinerklosters in Interlaken die Schlosskirche für reformierte Gottesdienste wiederhergestellt.
Zu den Gottesdiensten und für kirchliche Handlungen musste die Bevölkerung von Bönigen und Iseltwald in die Kirche Gsteig in Wilderswil oder in die Schlosskirche „reisen“.
Der einzige Friedhof für das grosse Gebiet Interlaken und angrenzende Täler (Isenfluh-Zweilütschinen-Saxeten-Iseltwald) befand sich von alters her in Wilderswil.
Im Jahr 1939 wurde die Kirche Iseltwald mit eigenem Friedhof erstellt und die iseltwaldner Bevölkerung war sehr glücklich darüber. Für sie fiel nun der weite Weg nach Gsteig weg, und die Dorfbewohner konnten fortan in Freud und Leid in ihrer eigenen Kirche zusammenkommen.
1946 wurde innerhalb der Kirchgemeinde ein drittes Pfarramt (Gsteig) geschaffen und die heutige Struktur der Kirchgemeinde war geboren.
1949 erstellten die Böniger als erstes ein eigenes Pfarrhaus, welches sich heute vis-à-vis der Kirche befindet.
Aber es fehlte noch etwas – eine Kirche …
Von 1939 bis 1946 wurden nämlich die Gottesdienste in einem Schulzimmer des 1922/23 erbauten Schulhauses abgehalten. Danach (1946 bis 1957) wurden sie in der ehemaligen „Soldatenstube“ gefeiert, einer Holzbaracke, die sich auf der Westseite des Schulhauses befand.
Also wurde auch die Bevölkerung aktiv und sammelte auf alle möglichen Arten Geld für eine Kirche. Unter anderem wurden auf dem Schulhausplatz Kirchenbasare organisiert, welche in späteren Jahren dann im „Chapellihus“ (dem Nebengebäude der zu erstellenden Kirche) zu Gunsten von Missionswerken im Ausland weitergeführt wurden.
Gleichzeit einigte sich das Initiativkomitee für den Kirchenbau im November 1949 darauf, einen Wettbewerb für Architekten auszuschreiben.
Drei Projekte wurden prämiert: Den ersten Preis erringt Ernst Indermühle mit seine Projekt Nr 1 „Im Kappeli“ (Preisgeld Fr. 700.-); Rang zwei bekleidet Henry Daxelhofer mit „Altar“ und Rang drei Walter Blatter mit „Immanuel“.
Es kam nicht genügend Geld zusammen – für die Kirche reichte es just – doch der Bau eines Kirchturmes musste aus Kostengründen zurückgestellt werden. Einige Initiativen, Gespräche und Verhandlungen später konnte das Thema „Kirchturm“ noch vor Baubeginn wieder in die Planung aufgenommen werden.
Baubeginn: 28. November 1955
Aufrichtefest: 11. August 1956
1. Glockenaufzug (drei Glocken): 29. Juni 1957
Einweihung: 1. Dezember 1957
2. Glockenaufzug (4. Glocke, die so genannte Mühlemann-Glocke): 2. Juni 1966
Im Jahr 1958 kam der die Kirche umgebende Friedhof dazu.
Infolge des Bevölkerungswachstums musste für die Zusammenkünfte und Veranstaltungen das Nebengebäude erweitert werden. So wurde 1976 ein Jugendraum eingerichtet und 1990 das Nebengebäude zum heutigen „Chapellihus“ mit dem grossen Saal erweitert.
Im Jahr 2010 konnte nun auch ein barrierefreier Zugang zu Kirche und Chapellihus realisiert werden.
Informationen aus: MICHEL, Peter. 2007: Reformierte Kirche Bönigen von 1957.
Friedhof Bönigen mit Kontaktdaten
Der Friedhof Bönigen gehört zum Begräbnisgemeindeverband
Gsteig/Interlaken und wird von den politischen Gemeinden getragen.
Baubeginn: 20. Mai 1957
Einweihung: 20. September 1958
erste Bestattung: 25. September 1958
Ansprechpersonen:
Friedhofgärtnerei währende der Arbeitszeit: +41 33 822 24 39
Friedhofgärtnerei ausserhalb der Arbeitszeit: +41 79 813 09 19
Verwaltung: +41 33 822 93 31
Zuständige Personen
Für Anlässe und Reservationen von Kirche und Chapellihus ist die Sigristin Marianne Brunner zuständig.
Die Sigristinnen Marianne Brunner, Daniela Machera, sowie Pfrn. Silvia Bader und Pfr. Peter Eichenberger freuen sich auf jeden Besuch und jede Begegnung in und rund um die Kirche.
Chapellihus Bönigen
Das Leben findet nicht nur im Privaten, in den eigenen vier Wänden statt.
Auch das kirchliche Leben ist nicht in den dicken Kirchenmauern eingeschlossen …
Das Chapellihus ist Veranstaltungsort für die verschiedensten Anlässe.
Kirchliche Angebote für jede Altersgruppe finden hier statt.
Auch für familiäre Anlässe können diese Räumlichkeiten gemietet werden.
Zusammensein, Gemeinschaft pflegen, Austauschen, Feiern, Trauern …
– ganz nach dem Motto der evang.-reformierten Landeskirche des Kantons Bern –
leben wir eine „offene Such- und Weg-Gemeinschaft“ in der Liebe Jesu Christi.
Geschichte
Zusammen mit der Kirche (siehe und „Kirche Bönigen“ -> Geschichte) wurde auch ein Mehrzweckgebäude geplant und verwirklicht.
Baubeginn: 28. November 1955
Aufrichtefest: 11. August 1956
Glockenaufzug: 29. Juni 197
Einweihung: 1. Dezember 1957
Infolge des Bevölkerungswachstums musste für die Zusammenkünfte und Veranstaltungen das Nebengebäude erweitert werden. So wurde 1976 ein Jugendraum eingerichtet und 1990 das Nebengebäude zum heutigen „Chapellihus“ mit dem grossen Saal erweitert.
Am Bettag 1991 konnte das renovierte und erweiterte „Chapellihus“ eingeweiht werden. Sein Name erinnert an die Kapelle, die irgendwann im 14. oder 15. Jahrhundert hier erbaut worden war, doch im Zuge der Reformation um 1528 bereits wieder abgebrochen wurde.
Im Jahr 2010 konnte nun auch ein barrierefreier Zugang zu Kirche und Chapellihus realisiert werden.
So entstand und entwickelte sich ein wunderbarer, vielseitiger Begegnungsort, wo sich die Jugend trifft, wir uns zum Kaffee und Kuchen zusammensetzen, im Kirchenchor singen oder über die Bibel reden.
Zuständige Personen
Für Anlässe und Reservationen ist die Sigristin Marianna Brunner zuständig.
Kirche Iseltwald
Geschichte
Die älteste Kirche der Gesamtkirchgemeinde Gsteig-Interlaken steht in Wilderswil – die Kirche Gsteig.
Ihre Mauern gehen auf das 12. Jahrhundert zurück. Lange war sie unsere einzige Kirche und Zentrum einer der grössten Kirchgemeinden im Kanton Bern seit der Reformationszeit.
Im Zuge des Wachstums der Bevölkerung wurde im Jahre 1911 auf dem Boden des ehemaligen Augustinerklosters in Interlaken die Schlosskirche für reformierte Gottesdienste wiederhergestellt.
Zu den Gottesdiensten und für kirchliche Handlungen musste die Bevölkerung von Bönigen und Iseltwald in die Kirche Gsteig in Wilderswil oder in die Schlosskirche „reisen“.
Der einzige Friedhof für das grosse Gebiet Interlaken und angrenzende Täler (Isenfluh-Zweilütschinen-Saxeten-Iseltwald) befand sich von altersher in Wilderswil.
Im Jahr 1939 wurde die Kirche Iseltwald mit eigenem Friedhof erstellt und die iseltwalder Bevölkerung war sehr glücklich darüber. Für sie fiel nun der weite Weg nach Gsteig weg, und die Dorfbewohner konnten fortan in Freud und Leid in ihrer eigenen Kirche zusammenkommen.
Die im Süden des Dorfkerns am Hang leicht erhöht gelegene reformierte Kirche in Iseltwald wurde zwischen 1937 und 1939 nach Plänen der Interlakener Architekten Urfer & Stähli errichtet. Zuerst war nur eine Kapelle vorgesehen, aber dank dem Engagement der Bürger und dank Spenden konnte man – mehrheitlich in Frondienst – die heutige Kirche bauen.
Der Bau lehnt sich an die einheimische Blockbauweise an.
Zur Ausstattung der schlichten Hallenkirche mit eingezogenem Chor gehört ein Gemälde von Paul Zehnder mit der Darstellung der Kreuzigung aus dem Jahr 1939.
Heute ist auf der Rückseite des Bildes ein schönes Holzkreuz angebracht – Je nach Thema oder Kirchenjahr kann durch ein Wendemechanismus der Sühnetod Jesu oder das Kreuz als Symbol für die Auferstehung Jesu sichtbar gemacht werden.
Die Glocke von Iseltwald hatte bereits vor Jahrhunderten im Kloster Interlaken zum Gebet gerufen, wurde aber nach Renovierungsarbeiten weggestellt und vergessen.
Auf der Suche nach einer Glocke wurden die Iseltwalder auf dem Dachboden des ehemaligen Klosters fündig und im Winter wurde die verwaiste Glocke auf einem Schlitten von den Schülerinnen und Schülern von Iseltwald in feierlichem Zuge zu ihrem neuen Tätigkeitsort transportiert.
Informationen u.a. aus der Festschrift „50-Jahre Kirche Bönigen“ von Peter Michel, Heimatverein Bönigen
Zuständige Personen
Für Anlässe und Reservationen ist die Sigristin Daniela Machera zuständig.
Sonja Gruber und Pfrn. Silvia Bader und Pfr. Peter Eichenberger freuen sich auf jeden Besuch und jede Begegnung in und rund um die Kirche.